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„Elan der Menschen mit Behinderung erfüllt einen mit Glück“

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Neuer Werkstattleiter der Lebenshilfe Wuppertal über seine Arbeit, wirtschaftliches Denken und Toleranz

Karsten Pawlofsky (re.) spricht mit einem Mitarbeiter, um sich einen Überblick zu verschaffen, wie es läuft.
Karsten Pawlofsky (re.) spricht mit einem Mitarbeiter, um sich einen Überblick zu verschaffen, wie es läuft.
© Uwe Meyer

(al) Gute Qualität und effiziente Produktion – das sind wichtige Ziele eines wirtschaftlich agierenden Unternehmens. „Das ist auch in den Werkstätten der Lebenshilfe Wuppertal nicht anders“, berichtet Karsten Pawlofsky, neuer Werkstattleiter an der Heidestraße. Ist der Kunde nicht zufrieden, gibt es keine Aufträge mehr und ohne Aufträge fehlt die Arbeit. „Hier werden viele unterschiedliche Produkte gefertigt: zum Beispiel Seifen, hochwertige Holzkisten, digitalisierte Wurzeln für Aquarien oder die bekannten roten Zeugnismappen. Das ist schon beeindruckend“, sagt der 47-Jährige. Ihn hätte sehr bewegt, mit wieviel Stolz die Mitarbeiter an den Produkten arbeiten. Oft gäbe es von ihnen auch eigene Vorschläge, wie Arbeitsprozesse verbessert werden könnten oder welche Hilfskonstruktionen nötig seien. „Der Elan, mit dem Menschen mit Behinderung am Arbeitsleben teilnehmen, erfüllt einen mit Glück“, so Pawlofsky.

Bevor er Anfang April zur Lebenshilfe kam, hat Karsten Pawlofsky bereits einige Unternehmen kennengelernt. Lange hat er bei der Schaeffler AG & Co. KG (früher Kugelfischer) gearbeitet, später bei einer Unternehmensberatung und danach in einem Hamburger Unternehmen für Zerspanungswerkzeuge. Das wirtschaftliche Prinzip sei überall gleich. Bei der Lebenshilfe stehe jedoch der Mensch stärker im Vordergrund und Mitarbeitern mit geistiger Behinderung wird mehr Toleranz entgegengebracht - trotz wirtschaftlicher Herausforderungen. „Wenn jemand einen schlechten Tag hat, springt ein anderer ein - vielleicht, weil bei ihm gerade die Fußballmannschaft gewonnen hat“, berichtet Pawlofsky. Die professionelle Organisation in den Werkstätten ermöglicht es sowohl jeden Mitarbeiter im Arbeitsprozess mitzunehmen und je nach Handicap individuell zu betreuen als auch Kundenaufträge fristgerecht zu liefern.

„Meine Philosophie ist, die Mitarbeiter wertzuschätzen, egal ob bei einem Industrieunternehmen oder der Lebenshilfe.“ Seine Leitungsfunktion sieht der gelernte Industriemeister und Technische Betriebswirt als Dienstleistung. „Bei der Lebenshilfe sind wir alle etwas geduldiger und einen Tick menschlicher als in der freien Wirtschaft.“ Denn jeder soll seinen Fähigkeiten entsprechend gefordert und gefördert werden.
Die Arbeiten der Lebenshilfe-Werkstätten werden geschätzt, so dass auch namhafte Firmen wie Knipex oder die Wuppertaler Sparkasse seit Jahren zuverlässige Kunden sind. Und Karsten Pawlofsky ist begeistert von der Vielfältigkeit seiner Arbeit: „Die Zeit vergeht hier wie im Flug."

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